Category: Feminism și drepturile femeilor – Феминизъм и права на жените – Feminism and women’s rights

Феридун Маджлеси: Днешните ирански интелектуалци продължават да клонят наляво, но са свободни от идеологически капани

Феридун Маджлеси: Днешните ирански интелектуалци продължават да клонят наляво, но са свободни от идеологически капани

Писателката Фатане Хадж Сейед Джавади и персийската корица на романа ѝ “Сутрин с махмурлук” (източник: Ketabnews)

Интервю с иранския писател и преводач за особеностите на “ангажираната” литература преди революцията и за промените в иранската литература след революцията

Владимир Митев

Феридун Маджлеси е бивш дипломат, работил във Вашингтон и Брюксел в европейската общност преди иранската революция от 1979 г. Оттогава той е мениджър и предприемач, както и писател и преводач. Превел е Гор Видал и Робърт Грейвс на персийски език.

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Fereydoun Majlessi: Intelectualii iranieni de astăzi continuă să încline spre stânga, dar sunt liberi de capcanele ideologice

Fereydoun Majlessi: Intelectualii iranieni de astăzi continuă să încline spre stânga, dar sunt liberi de capcanele ideologice

Scriitoarea Fattaneh Haj Seyed Javadi și coperta persană a romanului său Dimineața mahmură/Dimineața de După (sursa: Ketabnews)

Un interviu cu autorul și traducătorul iranian despre specificul literaturii “angajate” prerevoluționare și despre schimbările postrevoluționare din literatura iraniană

Vladimir Mitev

Fereydoun Majlessi este un fost diplomat, care a lucrat la Washington DC și la Bruxelles în cadrul comunității europene înainte de Revoluția iraniană din 1979. De atunci, a fost manager și antreprenor, precum și scriitor și traducător. I-a tradus în limba persană pe Gore Vidal și Robert Graves. În prezent, este jurnalist independent, editorialist și expert în politică externă. 

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Fereydoun Majlessi: Today’s Iranian intellectuals continue to lean to the left, but are free from ideological traps

Fereydoun Majlessi: Today’s Iranian intellectuals continue to lean to the left, but are free from ideological traps

The writer Fattaneh Haj Seyed Javadi and the Persian cover of her novel The Morning After (source: Ketabnews)

An interview with the Iranian author and translator about the specifics of the pre-revolutionary “engaged” literature and about the post-revolutionary changes in Iranian literature

Vladimir Mitev

Fereydoun Majlessi is a former diplomat, who served in Washington DC and in Brussels in the European community before the Iranian Revolution in 1979. Since then he has been a manager and an entrepreneur, as well as a writer and translator. He has translated Gore Vidal and Robert Graves into Persian. 

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Die Schriftstellerin Rana Soleimani über die Frauenproteste im Iran: „Schulen und Universitäten sind zu einem Schlachthaus geworden“

Die Schriftstellerin Rana Soleimani über die Frauenproteste im Iran: „Schulen und Universitäten sind zu einem Schlachthaus geworden“

Proteste der jungen Menschen im Iran (Quelle: YouTube)

Ionela Dobos

Dieser Artikel wurde am 30. Oktober 2022 bei Press Hub veröffentlicht.

Der Tod der 22-jährigen iranischen Kurdin Mahsa Amini am 16. September im Gewahrsam der sogenannten Sittenpolizei des Irans, löste massive Anti-Regierungs-Demonstrationen aus. Sie hatte angeblich gegen die ultrakonservative Kleiderordnung des Landes verstoßen.

Die Proteste wurden zunächst von Frauen ausgelöst, die es leid waren, die strengen Regeln des islamischen Regimes zu befolgen. Sie haben so gut wie keine Rechte; nicht einmal das Recht, mit nacktem Oberkörper aufzutreten oder allein auf der Bühne zu singen.

Später schlossen sich auch viele Männer den Straßendemonstrationen an. Trotz des gewaltsamen Eingreifens der Behörden, das  243 Tote, darunter 23 Kinder sowie tausende Verhaftungen  zur Folge hatte und eine schwache politische Unterstützung aus dem Ausland – hörten die Proteste nicht auf. Im Gegenteil: Sie nahmen 40 Tage nach dem Tod der jungen Frau weiter zu.

PRESShub sprach mit der iranischen Schriftstellerin Rana Soleimani über die harten Lebensbedingungen für Frauen im Iran, über eine der strengsten patriarchalischen Gesellschaften überhaupt sowie über die Chancen, dass das islamische Regimes fällt.

Ihr erstes Buch „Lorca auf der Straße der Engel“ wurde von den iranischen Behörden mit einem Publikationsverbot belegt. Obwohl sie im Iran an zahlreichen Literaturwettbewerben teilnahm, war es ihr nie vergönnt, einen Preis zu gewinnen, vor allem weil sie sich weigerte, sich den Regeln der Islamischen Republik anzupassen.

Schließlich verließ Rana Soleimani den Iran. Seit 2014 lebt sie in Schweden. Zu Ranas Büchern zählt u.a. „The Ulysses Syndrome“, ein in London veröffentlichter Roman, der die Geschichte einer jüdischen Frau erzählt; sie war gezwungen, den Iran mit ihrem Kind zu verlassen. Ein weiteres Buch ist „Viva la Vida. Es erzählt die Geschichten von vier Frauen im Evin-Gefängnis, die alle jeweils eines anderen Verbrechens beschuldigt wurden. Dieses Buch war im vergangenen Jahr einer der iranischen Bestseller im Ausland.

Die wichtigsten Aussagen von Rana Soleimani

  • Das Ministerium für Kultur und Rechtleitung der Islamischen Republik Iran ist dafür verantwortlich, den Zugang zu allen nicht-islamischen Inhalten zu beschränken und die Förderung ausländischer Kultur in der Islamischen Republik zu verhindern.
  • Das große Problem der iranischen Gesellschaft besteht darin, dass die Zensur nicht nur im Bereich der Belletristik greift, sondern sich auch auf akademische, wissenschaftliche, theatralische, kinematografische Produktionen usw. auswirkt.
  • Solodarbietungen von Frauen auf der Bühne, in einem Theaterstück oder in einem Film sind verboten. Das Berühren des Körpers oder der Haare einer Frau ist gänzlich untersagt.
  • Das islamische Strafgesetzbuch des Iran ist das Spiegelbild einer patriarchalischen Gesellschaft, die zu den härtesten weltweit gehört. Frauen haben nur halb so viel Rechte wie Männer. 
  • In den letzten Jahren hat es auch Protestbewegungen gegeben, die sich gegen die Pflicht zum Tragen des Hijabs richteten. Die Protestbewegung der Mädchen aus der Elkhebal-Straße seit Januar 2016 hat die Frage der Hijab-Pflicht zu einem der wichtigsten Themen auf politischer und gesellschaftlicher Ebene gemacht.
  • Das Problem ist, dass das iranische Regime selbst zugibt, dass die Kultur eine Art Festung ist, die es bisher nicht erobern konnte. Die Kultur ist eine der wichtigsten Säulen des Widerstands der Bevölkerung gegen das Regime.
  • Heute kann man sagen, dass das diktatorische Regime das Spiel verloren und dass sich der Geist der Gemeinschaft verändert hat. Die Islamische Republik muss beseitigt werden. Das Hauptproblem ist nicht die Beseitigung des Schleiers. Die Menschen wollen Bürgerrechte und sie wollen, dass diese Rechte respektiert werden.
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